[M1] Rietschen zittert sich zum erfolgreichen Hinrundenabschluss

Verbandsliga Ost, Männer                                                                                                                                                                

07.12.2019           

SSV Stahl Rietschen vs. Radebeuler HV

27 (18)       :       26 (12)

 

Der vergangene Samstag brachte zum Abschluss der Hinrunde ein weiteres Heimspiel für die Rietschener Handballer. Nach einer über weite Strecken der 1. Halbzeit überzeugenden Leistung, verbunden mit einem scheinbar beruhigenden Vorsprung, wurde es am Ende noch einmal richtig eng. Trainer Gähler sprach im Anschluss von einem Zittersieg in der Endphase dieses Spiels. Nach Abpfiff blieben aber trotz des hauchdünnen Vorsprungs die beiden Punkte in der Oberlausitz – nur das sollte am Ende zählen. Mit dem 27:26 – Erfolg können die Rietschener auf eine positive Bilanz mit 13:9 Punkten und einem Platz im oberen Mittelfeld zurückblicken.

Dennoch sollte der Spielverlauf einige Fragen aufwerfen. Rietschen begann hellwach, agierte in der Abwehr stark und überrannte die „Man in Black“ in den ersten Minuten. Das vorgegebene Konzept schien zu fruchten, in den ersten 5 Minuten war jeder Wurf ein Treffer, treffender kann man das nicht beschreiben. Gegen die schnellen und konsequent vorgetragenen Gegenstöße hatten die Radebeuler vorerst kein wirksames Gegenmittel. Auch wenn die Gäste sich fortan um ein besseres Rückzugverhalten bemühten, Rietschen war die spielerisch dominantere Mannschaft. Auch im Positionsangriff gelang es immer wieder, Lücken zu reißen und ein vor Spielfreude glänzend aufgelegter Marcus Noack sorgte für Tore aus dem Rückraum immer für Gefahr. Aber: Trotz des zwischenzeitlichen 7:3 (10. Minute) mussten sich die Aktiven wie auch die Zuschauer vom aufkommenden Wunschgedanken eines Kantersieges relativ schnell verabschieden. Mit einfachen Aktionen Mann gegen Mann schafften es die Gäste immer wieder zu Torerfolgen zu kommen. Hier sah die Abwehr der Gastgeber zu oft schlecht aus, die Folge war der Anschluss zum 10:9 (20. Minute).

Die letzten Minuten der 1. Halbzeit gehörten dann aber wieder voll und ganz den Rietschenern. Trotz der vorgenommenen Auswechslungen gab es keinen Abbruch im Spiel, ganz im Gegenteil: In den letzten 5 Minuten der 1. Halbzeit spielten die Gastgeber gleich 4 davon in Unterzahl. Mit einer agilen Abwehr wurden in dieser Zeit gleich 5 Angriffe abgewehrt und 2 weitere Treffer erzielt. Maßgeblichen Anteil hatte hier auch Torwart Norman Jacobi, der als Fels in der Brandung seine Vorderleute vor größerem Schaden bewahren konnte. Mit einer 18:12 – Führung ging es in die Pause.

Als die Gastgeber in den ersten 5 Minuten der 2. Halbzeit auf 22:14 davonziehen konnten, schien alles auf den (Wunsch-) Plan eines klaren Heimsieges hinaus zu laufen. Doch weit gefehlt! Radebeul nahm bereits in der 35. Minute eine Auszeit, stellte um und plötzlich sah sich Rietschen vor Problemen, die es bis dahin gar nicht gab. Die Gäste verkürzten Stück um Stück, ließen die Angriffsbemühungen der Hausherren zu oft wirkungslos verpuffen. Die Auszeit der Gastgeber 5 Minuten später sollte wieder für Struktur und vor allem Ruhe in den eigenen Aktionen sorgen.

Doch auch dies war nur ein Wunschdenken. Zu viele Abspielfehler gepaart mit ungenauen Würfen und einer nicht mehr konzentrierten Abwehrarbeit stellten den Spielverlauf (fast) auf den Kopf. In der 58. Minute musste nach dem 2:1 in der 3. Minute erstmals wieder der Anschlusstreffer hingenommen werden. Dank mehrerer gelungener Einzelaktionen von Hänchen und Noack in den letzten 10 Minuten blieb Rietschen in Führung, profitierte gar von einem einfachen technischen Fehler der Gäste in der Schlussphase. Am Ende stand ein denkbar knappes 27:26 auf der Anzeigetafel. 2 weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Vor Beginn der Rückrunde hat das Trainergespann Gähler/Gröscho nun Zeit, um an den wichtigen Stellschrauben zu drehen.

Rietschen spielte mit: Jacobi; Weiser; Opitz(2); Hilke(2); Hänchen(4); Walter(3); Kelch(3); Philipp; Janke(2); Schander; Gottschling; Schulz(2); Noack(9)

 

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