[M1] Mit Rumpfkader chancenlos beim Spitzenreiter

Verbandsliga Ost, Männer

 

24.01.2026

 

SV Niederau                 36 (21)

SSV Stahl Rietschen   22 (11)

 


Für den SSV ging es am vergangenen Wochenende nach Meißen zum Auswärtsspiel beim Tabellenführer SV Niederau. Die Rollen schienen im Vorfeld klar verteilt, auch wenn die Rietschner das Hinspiel vor heimischer Kulisse noch für sich entscheiden konnten. Diesmal standen dem Trainergespann Domko/Gröscho allerdings nur neun Feldspieler zur Verfügung. Grund dafür war das parallel stattfindende Topspiel der zweiten Männermannschaft in Görlitz, das für den SSV im Aufstiegskampf hohe Bedeutung hatte.


Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Rietschen blieb dran und hielt bis zum 9:7 in der 16. Spielminute den Anschluss. Das eigene Tempospiel wollte man bewusst drosseln, um Ressourcen für die Verteidigung des schnellen Umschaltspiels der Gastgeber zu sparen. Doch nach dem 13:10-Anschlusstreffer in der 22. Minute folgte ein herber Einbruch: Bis zur Halbzeit mussten die Stahlwölfe einen 1:8-Lauf hinnehmen. Zu viele technische Fehler im Angriff luden Niederau zu einfachen Gegenstoßtoren ein. Zudem fanden sich die Rietschner mit dem Haftspray nicht richtig zurecht und ließen die nötige Wurfqualität in ihren Abschlüssen vermissen.

Beim Halbzeitstand von 21:11 war die Partie bereits nahezu entschieden. Ein Lichtblick aus SSV-Sicht war der erst 17-jährige Anton Lindner, der in Durchgang eins mit viel Mut auftrat und bereits fünf Treffer erzielte. Die Aufgaben für die zweite Hälfte waren klar: Ballverluste minimieren und schneller Rückzug, um schlimmeres zu verhindern.

Der SSV versuchte sich noch einmal aufzurappeln, doch die Kräfte schwanden zusehends. Die fehlenden Wechseloptionen machten sich bemerkbar. Niederau kam immer wieder über die erste und zweite Welle zum Erfolg und ließ den Stahlmännern kaum Gelegenheit, den eigenen Abwehrriegel zu formieren. Auch das 5:0-Strafenverhältnis gegen Rietschen spielte natürlich nicht in die Karten. Die Rietschner ersehnten die Schlusssirene und am Ende stand eine verdiente 36:22 Niederlage, gegen einen deutlich stärkeren Gegner zu Buche.

Trainer Domko sagte in der Kabine: „Das Spiel müssen wir schnell abhaken. Nächste Woche ist Derby – dort zeigen wir mit vollem Kader wieder ein anderes Gesicht.“
Am kommenden Samstag um 17:30 Uhr empfangen die Stahlwölfe den OHC Bernstadt zum Ostsachsen-Derby. In solchen Spielen spielen Tabellenplätze und vergangene Ergebnisse bekanntlich nur eine untergeordnete Rolle.

Anfahrt

SSV Stahl Rietschen e.V.
Abt. Handball

Oberlausitzer Sporthalle Rietschen
Am Festplatz 9
02956 Rietschen