[M1] Sturmtief „Rio“ konnte im Zaum gehalten werden

Verbandsliga Ost, Männer                                                                                                                                                                

05.10.2019           

SSV Stahl Rietschen vs. HSG Riesa/Oschatz

21 (9)       :       21 (10)

 

Die Rietschener Handballer empfingen nach über 10 Jahren wieder einmal die HSG Riesa/Oschatz zu einem Punktspiel in heimischen Gefilden. Die Gäste, in den letzten Jahren zugehörig in der Sachsenliga, gingen natürlich mit einer Favoritenstellung in dieses Spiel. Nach einer, aus Sicht der Gastgeber, durchaus ansprechenden und spannenden Partie, trennten sich beide Teams unentschieden.

Trainer Gähler sprach unmittelbar nach der Partie von einem großen Kampf seiner Mannschaft und einem durchaus gewonnenen Punkt. „Niemand braucht den Kopf in den Sand zu stecken, dafür war die Leistung aller Ehren wert“, so Gähler. In den Gesichtern seiner Schützlinge war zu diesem Zeitpunkt nicht sofort zu erkennen, ob Freude oder Unbehagen die augenblickliche Stimmung beeinflusste.

Die Gäste, so hatte es zumindest am Anfang den Anschein, hatten sich dieses Spiel nicht so anspruchsvoll vorgestellt. In einer für heutige Zeiten eigentlich torarmen Partie (Es gab schon Handballspiele, da war das Endresultat das Halbzeitergebnis!) ging es zu Beginn ausgeglichen zu. Auffallend war, dass die Gäste aus dem Rückraum weniger Gefahr ausstrahlten, dafür aber im direkten Kontakt mit den Abwehrspielern der Rietschener durchaus Vorteile hatten. Völlig überraschende und schnell vorgetragene Auslösehandlungen stellte die Abwehr der Gastgeber vor einige Probleme. Gerade die Auftakthandlung, bzw. der erste schnelle Schritt des Zuspielers, leitete einige Gegentreffer ein. Aber die Rietschener Verteidigung konnte sich im Verlauf des Spiels immer besser darauf einstellen. Wenn man bedenkt, dass von den 10 Gegentreffern bis zur Halbzeit die Hälfte davon aus Kontern resultierte, war es ein erfolgreiches Unterfangen. Beide Mannschaften versuchten mit einer etwas offensiveren Gangart den jeweiligen Spielmacher zu eliminieren. Unterm Strich gingen die Hausherren dennoch mit einem Rückstand, wenn auch knapp, in die Halbzeitpause. (9:10)

Als die Rietschener zu Beginn der 2. Halbzeit im ersten eigenen Angriff den Ausgleich durch Kelch erzielen konnten, keimte Hoffnung auf den gut besuchten Zuschauerrängen auf. Doch die folgenden Minuten gehörten ausnahmslos den Gästen. Stabile Abwehr, daraus resultierende Konterläufe, zum Leidwesen der Stahlwölfe fast immer erfolgreich abgeschlossen, führten zu ersten (aber auch einzigen!) 3-Tore-Führung der Gäste(40. Minute, 12:15). Rietschen hatte oftmals „nur“ den Kampf entgegen zu setzen. Dieses Rezept sollte in der Tat aufgehen. Stück für Stück arbeiteten sich die Gastgeber wieder heran. Allerdings leisteten sich die Stahlwölfe den ungewollten Luxus, erst in der eigenen 4. Überzahlsituation einen Treffer zu erzielen. Trotzdem: In der 52. Minute war es endlich geschafft: Ausgleich zum 18:18.

Die sogenannte Crunch-Time sollte für viel Spannung sorgen. Rietschen ging mit einem verwandelten Strafwurf nach langer Zeit wieder einmal in Führung, musste sich aber nach eine feinen Einzelaktion den Ausgleich gefallen lassen. RIO ging mit 21:20 in Front, danach folgte sogar eine Doppelbestrafung für Rietschen. Die Schiedsrichter entschieden in der 57. Minute auf Zweiminutenstafen für Noack und Philipp. In doppelter Unterzahl verteidigten die verbliebenen Abwehrspieler mit allem, was im Rahmen des Erlaubten statthaft war – und sie schafften es! Mit einer beherzten Aktion gelang sogar der erneute Ausgleich (21:21) Als der folgende Angriff der Gäste erneut abgewehrt werden konnte, keimte berechtigte Hoffnung auf einen neuerlichen Heimsieg auf. Der letzte Angriff brachte jedoch nichts ein. Beide Teams mussten sich mit einem Punkt zufrieden geben. Gähler gab sich ob der dramatischen, erfolgreich überstandenen Schlussphase , von der Moral seines Teams sehr zufrieden. Mit nunmehr 7:3 Punkten geht es in eine mehrwöchige Punktspielpause – Zeit, um an einigen Stellschauben drehen zu können.

Rietschen spielte mit: Weiser;  Opitz; Hänchen(1); Walter(5); Noack(2); Hilke(1); Schulz(1); Kelch(4); Obier; Janke; Holubek(6);Philipp(1)

 

 

 

 

 

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