[M1] Rietschen ohne Chance in der Bierstadt

  • Kategorie: 1. Männer
  • Veröffentlicht: Sonntag, 18. Oktober 2020 10:13
  • Geschrieben von ssvstahlrietschen
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Verbandsliga Ost, Männer                                                                                                                                                                

17.10.2020      

Radeberger SV vs. SSV Stahl Rietschen

30 (13)       :       12 (4)

 

Nach der herben Heimniederlage gegen Radebeul setzte es am vergangenen Samstag den nächsten Tiefschlag aus Rietschener Sicht. Bei einem der heiß gehandelten Staffelfavoriten, dem Radeberger SV, waren die Stahl-Mannen ohne Chance und gingen mit einer 30:12 – Pleite und hängenden Köpfen von der Platte.

Das ausgerechnet in Radeberg etwas zu holen sei, daran glaubte im Vorfeld eigentlich niemand. Die Gastgeber, in der Vorwoche vom SC Riesa bezwungen, wollten diesen Fehltritt unbedingt ausbügeln. Besser, als dass da eine derart personell geschwächte Mannschaft wie Rietschen dafür herhalten musste, konnte es aus Sicht der Hausherren kaum sein. Mit dem Ausfall von Tom Krauzick und Oliver Opitz waren die Möglichkeiten im eigenen Angriff noch überschaubarer.

Dabei, wenn man die wenigen positiven Aspekte nicht unerwähnt lassen will, begann es gar nicht so übel. Die Abwehr stand eigentlich besser als noch im letzten Spiel. Radeberg, mit viel mehr Wucht und Witz im Angriff, benötigte dennoch 3 verwandelte Strafwürfe zum 3:0 in der 5. Minute. Erst in der 8. Minute musste der 1. Treffer aus dem Feld hingenommen werden, dies führte bereits zum 4:0. Das Dilemma nahm seinen Lauf. Ohne Gefahr im eigenen Angriff werden natürlich keine Tore erzielt und diese sind nun mal das Salz im Süppchen.

Die 1. Auszeit von Spielertrainer Domko (9. Minute) hatte im Nachgang auch nur einen Semi-Erfolg. Erst in der 11. Minute gelang Youngster Krauzick (Enrico) der 1. Treffer zum Stand von 5:1. Die Rietschener Abwehr arbeitete deutlich besser, kämpfte und war am Ende im wieder 2. Gewinner. Die Radeberger Spieler boten durchweg eine höhere spielerische Qualität, dies muss und kann man sportlich fair zugeben. Dafür sind ja auch die Zielsetzungen für diese Saison eher konträr.

Bis zur Halbzeitpause erspielten sich die Hausherren einen immer größer werdenden Vorsprung. Als die Schiedsrichter zum Pausentee baten, zeigte die Anzeigetafel ein ernüchterndes 13:4 an. Die Anzahl der Gegentore bei einer Spitzenmannschaft der Liga geht in Ordnung, die eigenen 4 Erfolge sprechen für eine nicht ausreichende Angriffsleistung.

Trainer Domko attestierte seinem Team dennoch eine gute kämpferische Einstellung an diesem Tag. Dass man spielerisch nicht mithalten könne, resultiert aus der fehlenden Qualität im aktuellen Kader. Vor allem in der Abwehr waren einige gute Ansätze zu verzeichnen. An den eigenen Schwächen im Angriffsspiel wird in den nächsten Wochen verstärkt zu arbeiten sein.

Der Beginn der 2. Halbzeit gestaltete sich bis zur 39. Minute sogar ausgeglichen (3:3). Grund genug für den Heimtrainer, mit einer Auszeit seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Ohne den eigentlichen ersten Stammsechser im Team müssen die Rietschener derzeit verstärkt auf die eigenen Jugendspieler setzen. Ausgerechnet der Jüngste im Team, Enrico Krauzick, war mit 4 Treffern noch der erfolgreichste Spieler bei den Gästen.

Am Ende setzte sich Radeberg erwartungsgemäß sehr klar mit 30:12 durch und konnte somit auch etwas für das eigene Torverhältnis tun. Rietschen erzielte zwar in der 2. Halbzeit doppelt so viele Tore wie im 1. Durchgang, hatte jedoch nie eine reelle Chance in diesem ungleichen Duell.

Am 31. Oktober wird Koweg Görlitz zum Pokalfight erwartet. Das eigentliche Augenmerk sollte der Partie am 7. November gegen den ESV Dresden gewidmet werden. Vielleicht entspannt sich die Personalsituation bis dahin etwas.

Rietschen spielte mit:        Weiser; Radtke;  Kelch(2); Philipp; Janke(2); Schander; Domko(3); Schulz; Obier(1); Walter; Jachmann; Krauzick, E.(4); Richter

 

 

 

 

 

 

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