[M1] Ernüchterung im Rietschener Lager

  • Kategorie: 1. Männer
  • Veröffentlicht: Sonntag, 11. Oktober 2020 11:02
  • Geschrieben von ssvstahlrietschen
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Verbandsliga Ost, Männer                                                                                                                                                                

10.10.2020      

SSV Stahl Rietschen vs. Radebeuler HV

21 (10)       :       36 (17)

 

Das hatten sich die Rietschener Fans und Zuschauer, aber auch die Mannschaft selbst ganz anders vorgestellt: Im ersten Heimspiel seit Monaten während der Corona-Pandemie setzte es eine in der Höhe nicht zu erwartende Niederlage, um nicht das Wort „Klatsche“ zu bemühen.

Zu Beginn der Partie, von beiden Seiten etwa nervös geführt, konnte mit der erstmaligen Führung (2:1) und trotz sofortigen Ausgleich ein ausgeglichener Spielverlauf verzeichnet werden. Dem aufmerksamen Beobachter dürfte aber schon zu diesem Zeitpunkt aufgefallen sein, dass die Gäste den schnelleren und vor allem druckvolleren Handball vorrangig im Angriffsspiel auf die Platte brachten.

Diese bekamen die Stahlwölfe, die sich diesen Titel während der gesamten Partie kaum verdienten, fortan in Zahlen zu spüren. Radebeul übernahm die Kontrolle, konnte vor allem im Angriff schalten und walten, ohne von der überfordert wirkenden Abwehr der Rietschener vor ernsthafte Probleme gestellt zu werden. Die Gäste spielten den Ball schnell und sicher und erzwangen somit immer wieder Lücken zum Durchbruch. Wenn dies einmal nicht gelang, dann gab es einen straffen Wurf aus der 2. Reihe in die Maschen. So setzten sich die Gäste Stück für Stück ab und erzielten damit nicht zuletzt das nötige Selbstvertrauen für den weiteren Spielverlauf.

Rietschen verfiel immer mehr in Einzelaktionen, musste aber schon beim Zwischenstand von 8:11 in der 22. Minute bereits einem 3-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Zu diesem Zeitpunkt waren aber auch bereits 2 verworfene Strafwürfe zu verzeichnen. Radebeul fiel stattdessen im konsequenten Nachsetzen bei eigenen Torabschlüssen auf. Gleich 3 Abpraller bis dahin landeten wieder in den Händen des Gegners und fanden im 2. Versuch den Weg über die Linie.

In den letzten Minuten der ersten Halbzeit brach es über die Hausherren regelrecht herein. Zeitstrafen (durchaus berechtigt), Strafwürfe gegen Rietschen und mangelnde Qualität im eigenen Abschluss führten zu einem deutlichen 10:17 – Rückstand bereits zum Seitenwechsel. Die Gäste wirkten wesentlich frischer und agiler, nutzten ihre Möglichkeiten besser, vor allem konsequenter. Das Rietschener Angriffsverhalten war zu leicht ausrechenbar und damit unter dem Strich zu ungefährlich.

Nur die kühnsten Optimisten konnten während der Pause von einer erfolgsversprechenden Wende träumen bzw. hoffen. In den ersten 8 Minuten des 2. Durchgangs konnte der Rückstand zwar nicht verkürzt, aber immerhin bei 7 Toren Differenz gehalten werden. Doch die eigenen Fehler wurden auch in der Folgezeit nicht abgestellt. Zu ausrechenbar im Angriff, dafür in der Abwehr zu oft den berühmten Schritt zu spät, dass waren die Einladungen für ein frisch aufspielendes Team aus Radebeul. Die Gäste ließen sich nicht lange bitte und stellten mit dem erstmaligen 10-Tore-Vorsprung (25:15) bereits in der 41. Minute die Weichen endgültig auf Sieg.

Ab diesem Zeitpunkt, Rietschen bemühte sich dennoch um ein schnelles Spiel, lief auch noch der gegnerische Torwart zur Hochform auf und entschärfte mehrere freie Würfe in Folge. Spieler, Trainer und Zuschauer auf Rietschner Seite wünschten sich wohl schon zu 50. Minute den Abpfiff dieser ungleichen Begegnung herbei. Doch das Regelwerk sieht nun mal 60 Minuten vor. Radebeul, sicherlich selber überrascht ob der eigenen Überlegenheit nutzte die Gunst der Stunde und kam zu einem nicht zu erwartenden 36:21 – Auswärtssieg.

Die Rietschener Mannschaft kann diesen schwarzen Tag im Duell mit den „Men in Black“ eigentlich nur abhaken und sich auf kommende (schwere) Aufgaben vorbereiten und fokussieren.

Rietschen spielte mit:    Weiser; Radtke; Opitz(1); Kelch(1); Philipp(2); Janke; Schander; Krauzick, T.(3); Jachmann(3); Krauzick, E.(2); Domko(5); Walter(4); Schulz

 

 

 

 

 

 

 

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